Natur pur an der Nordsee – Projektkurs auf Studienfahrt

Natur pur stand auf dem Programm der Studienfahrt des Projektkurses „Schöne Neue Welt“ vom 29. Oktober bis zum 2. November 2018 nach Wursten in der Nähe von Cuxhaven. In diesem Blog berichtet die Gruppe über ihre Erfahrungen.

Montag
Der erste Eindruck vor Ort ist durchweg positiv. Das zum Gruppenferienhaus umgebaute Organistenhaus ist urgemütlich und liebevoll ausgestattet. Erster Arbeitsauftrag für das zweiköpfige Team der Lehrer Stephanie Brier und Volker Brockhoff: Kürbissuppe kochen und frisches Ciabatta backen für insgesamt elf hungrige Mäuler. Reihum sind alle Mitfahrerinnen und Mitfahrer in wechselnden Kochteams an der Reihe mit der Verköstigung. Vorgabe: Fleischlos und nachhaltig. Nach dem gemeinsamen Essen erfolgt die Übergabe an das Kochteams des Folgetages. Der Teig für die Frühstücksbrote muss angesetzt werden. Der Abend endet in gemütlicher Runde.
Broc, Brier

Dienstag
Am Dienstag stand für den Projektkurs eine Fahrradtour durch die herbstliche Heidelandschaft nach Duhnen auf dem Programm. Der 20 km lange Hinweg fiel den Schülerinnen und Schülern natürlich leichter als der Rückweg, aber nichtsdestotrotz bewältigten alle die insgesamt 40 km lange Strecke, trotz teils kräftigem Gegenwind – Muskelkater inklusive. Gegen Abend zauberte das heutige Kochteam Nudeln mit einer pikanten Tomatensoße auf den Tisch. Diese war selbstverständlich vegetarisch!
Aileen, Venera, Simon
 

Mittwoch
Der darauffolgende Mittwoch startete mit einem Pancake-Frühstück. Später folgte dann die erwartete Wattwanderung mit dem „Wattenpeter“. Unser Wattführer erklärte uns anschaulich die Bedeutung des Wattenmeeres für das gesamte Öko-System in und um Nord- sowie Ostsee. Die größte Gefahr für das Wattenmeer ist der Klimawandel, denn der Anstieg des Meeresspiegels stellt das ganze Ökosystem quasi auf den Kopf. Die immense Wichtigkeit des Naturschutzes wurde uns hier sofort klar. Umweltschutz dient also nicht nur dazu, die Welt zu verschönern, sondern rettet ebenso unzählige Tier- und Pflanzenarten sowie den Fortbestand unseres Daseins. Uns wurde bewusst, dass das Zusammenspiel der Natur hier ein eng verzweigtes und empfindliches System ist. Dieses System liegt in der Hand des Menschen. Im Anschluss an die Wattwanderung trennte sich der Kurs; die Einen kehrten zum Haus zurück, die Anderen unternahmen eine Kurztrip nach Cuxhaven.
Im, am Abend gezeigten Film „HOME“ von Yann Arthus-Bertrand wurden uns die lokalen ökologischen Probleme noch einmal im globalen Zusammenhang veranschaulicht. Dieser Film, welcher uns erschreckende Fakten nacheinander gereiht quasi „an den Kopf warf“, rundete das Thema ab. Gut das wir davor bereits das stärkende Abendessen genießen konnten. Es gab vegetarische Pizza, wahlweise mit Tomaten und Zwiebeln, mit Käserand oder der Standard Margherita.
Jan, Dimitri, Marvin

Donnerstag
Der letzte Tag vor der Abreise brachte zunächst eine Programmänderung mit sich. Der gebuchte Besuch in der Seehundstation musste leider abgesagt werden. Als Ersatz entschied sich die Gruppe zu einem Tagestripp nach Bremen. Am Abend wurde gemeinsam ein Resumee gezogen und das nachhaltig-kulinarischste Kochteam gekürt. Mit großem Abstand sicherte sich das Team von Daniel, Vanessa und Zafer (Pancake zum Frühstück und Pizza am Abend) den ersten Preis: eine bunte Spülbürste.


 Nachhaltige Resteverwertung. Dem Pony auf dem Nachbargrundstück schmeckten die  übrig gebliebenen Möhren ausgesprochen lecker.

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