Abschlussfahrten – Geschichtstrips durch Berlin

Spuren der deutschen Geschichte suchten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10b und 10c bei ihrer Abschlussfahrt vom 16. bis 20. September nach Berlin. In fünf Tagen erkundeten die 26 Jugendlichen der 10b meist zu Fuß, gemeinsam mit den Klassenlehrern Sarah Kayabasi und Volker Brockhoff die wichtigsten Erinnerungsorte aus der NS-Zeit und der Deutschen Teilung. Eine besondere Überraschung war der Besuch der ehemaligen Klassenlehrerin Angelika Krzemienski, die die Gruppe zusätzlich freiwillig begleitete. Der Trip begann am ersten Tag beim ehemaligen Checkpoint Charly, führte dann zum Holocaust-Mahnmal und zum Brandenburger Tor. Am zweiten Tag ging es in die Gedenkstätte der Blindenwerkstatt Otto Weidt, wo die Jugendlichen hautnah das Schicksal jüdischer, Berliner Bürger und des „stillen Helden“ Otto Weidt kennenlernten, der durch sein selbstloses Engagement vielen Verfolgten das Leben retten konnte. Danach ging es in das DDR-Museum, wo in unterhaltsamer Form, das Leben im sozialistischen Teil Deutschlands dokumentierte wurde. Beim Besuch im ehemaligen KZ Sachsenhausen spürten die Heranwachsenden die beklemmende Stimmung und spürten die eigene Sprachlosigkeit angesichts der unfassbaren Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Zeit des Hitler-Regimes. Fragen zur aktuellen Politik konnten die jungen Leute am Donnerstag im Bundestag stellen. Die Abgeordnete Irene Mihalic (Grüne) stand den Schülerinnen und Schülern eine Stunde lang Rede und Antwort. Dabei waren die Jugendlichen voranging an Fragen der Klima- und Drogenpolitik interessiert. Ein Besuch an der so genannten Eastside-Gallery beendete das Programm, welches auch ausreichend Zeit zum Shoppen und individuellen Sightseeing ließ.

Zur gleichen Zeit besuchte auch die Klasse 10c (Bild) unter der Leitung von Susanne Stein und Thomas Bartke die Bundeshauptstadt. Das Programm wurde von der Heinz Kühn Stiftung zusammengestellt und durchgeführt. Auch hier stand ein Besuch des Bundestages mit Empfang durch einen Abgeordneten auf der Tagesordnung. Besonders interessant war ein Treffen mit Berliner Obdachlosen, bei dem die Jugendlichen auch die Schattenseiten der Metropole an der Spree kennenlernten.